Das Wetter auf dem Grubhof         

Wettervorhersage

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Unter dem breiten literarischen Fundus an deutschen Sagen ist die sogenannte Wettervorhersage eine der Beliebtesten. Sie wird mehrfach täglich im Fernsehen und im Radio verbreitet und ist im Unterschied zu anderen Sagen sehr kurz. Die Wettervorhersage wird von Meteorologen und Wahrsagern aus den Zahlen des Rouletts eines zufällig ausgewählten Spielcasinos mit Hilfe von Supercomputern nach einem geheimen Algorithmus errechnet. Sollte die Spielbank gesprengt sein, so wird statt dessen das Wetter-Orakel mit Sitz in Leutschenbach befragt. Als Erzählerin tritt oft eine charmante rothaarige Frau oder der Allwetterfrosch Thomas Bucheli auf. Im Volksmund sind die Erzähler/innen als Wetterfee und Wetterfrosch bekannt. Sie gilt als die Schwester der Lottofee, er als verwunschener Froschkönig.

Wer das Wort Wetter-vorher-Sage wörtlich nimmt, wird feststellen, dass es hier um das Ansagen des vorherigen Wetters geht. Heute Abend wird also zum Beispiel das Wetter von heute Morgen angesagt. Eigentlich müsste es also Wetter-nachher-Sage heissen.

Kritiker bemängeln zudem die geringe Treffsicherheit von sogenannten Wettervorhersagen. So erzielt man eine höhere Trefferquote als das Tagesschau-Wetter, indem man das heutige Wetter für die Ansage die nächsten fünf Tage fortsetzt.

Die Wettervorhersage hat eine ganz besondere, sehr poetische Sprache. Sie handelt von Hochdruckgebieten mit kurzen Frauennamen, die für Temperaturen und Sonnenschein sorgen, von männlichen Tiefdruckgebieten, die Regenmengen herbeitragen und Nebelbänken, die das Land in ein trübes Licht tauchen. Die Hauptprotagonisten dieser Sage sind Nimbostratus- und Cumulonimbuswolken, die ihre Regenlast über der Erde verteilen und neuen Stoff für noch nicht erfundene Bauernregeln liefern. Durch die zunehmende Erderwärmung nimmt die Sage in jüngerer Zeit immer dramatischere Wendungen und wird spannender als so mancher Kriminal- oder Horrorfilm. Ausgewachsene Windhosen stehlen den altmodischen Wolkengebilden immer mehr die Wetter-Show und nie dagewesene Dürren und Überflutungen versetzen den adrenalisierten Zuschauer/Zuhörer in Aufruhr und Angst.

Wahrlich aber ich sage euch: Selig sind die, die im Regen reiten, denn es wird ihnen nicht mangeln an nassen Kleidern. Selig sind die, die im Schneetreiben irren, denn sie brauchen keine kühlenden Getränke. Selig sind die, die der Sturm hinwegbläst, denn nur Fliegen ist schöner. So reitet denn hin in Frieden, arme Sterbliche, und erfreuet euch der Naturgewalten.


Ergebnisse

Regenschutz oder nicht?

Schweizer Niederschlagsradar (Meteocentrale)


T-Shirt oder Daunenjacke?

Das Kachelmann-Wetter für


Und die nächsten paar Tage?

Lokalprognose der MeteoSchweiz


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